5 März 2020

Vortrag „Open Sesame“: das Fremde in der Sprache Prousts von Emily Eells

Freitag 6 März 2020 · 15:00 · 45 rue d’Ulm

Im Rahmen des Seminars "multiinguisme, traduction, Création / 2019-2020" an der Ecole Nationale Supérieure, 45 rue d'Ulm, Paris 5e, hält Emily Eells am 6. März 2020, zwischen 15 und 17 Uhr, im Saal Weil einen Vortrag mit dem Titel "Open Sesame": das Fremde in der Sprache Prousts.

Prousts Übersetzung von Ruskin, insbesondere die Passage aus Sésame et les lys, in der er über die Bedeutung der Wörter nachdenkt, dient als Ausgangspunkt dieses Vortrags. Emily Eells schlägt vor, sich auf das Spiel in Prousts Sprache und die Herausforderung zu konzentrieren, die es für seine Übersetzer ins Englische darstellt. Prousts sprachliche Kreativität – seine Anglizismen, seine Neologismen, die „Schnitzer“ und Wortspiele, die er seinen Figuren in den Mund legt – wird durch die Übersetzung auf die Probe gestellt, die ihren Sinn ergründen muss. Diese Untersuchung könnte den Untertitel „Proust auf Englisch im Text“ tragen, denn sie befasst sich sowohl mit den englischen Wörtern, die er in seinen Text einfügt, als auch mit seiner eigenen Übersetzung, die Strategien verfolgt, um die Spuren und Entlehnungen der fremden Sprache in der Originalfassung zu bewahren.

Emily Eells ist Professorin für britische Literatur an der Université Paris Nanterre. Als Proust-Spezialistin und Autorin von Proust's Cup of Tea: Homoeroticism and Victorian Culture (Ashgate, 2002) konzentrieren sich ihre aktuellen Forschungen auf John Ruskin und das illustrierte Buch. Zusammen mit Naomi Toth hat sie die Tagungsakten Traduire la sonorité dans l'œuvre de Proust mitherausgegeben, die 2018 bei Honoré Champion erschienen sind.

Vortrag organisiert mit dem Équipe Proust.